Maxi Cosi Mica

Maxi-Cosi Mica 360 Pro

Der Maxi-Cosi Mica 360 Pro ist ein drehbarer Kindersitz für Kinder von 40 bis 105 cm – ungefähr von der Geburt bis zum Alter von vier Jahren. Neben der 360-Grad-Drehfunktion besitzt er eine ausziehbare SlideTech-Basis. Dadurch lässt sich der Kindersitz zur Fahrzeugtür drehen und ein Stück aus dem Auto herausziehen. Der Mica 360 Pro wird rückwärtsgerichtet verwendet und darf frühestens ab 15 Monaten und einer Körpergröße von 76 cm in Fahrtrichtung gedreht werden.

Maxi Cosi Mica
Ab einer Körpergröße von mindestens 76 cm kann das Baby im Maxi Cosi Mica aber auch vorwärtsgerichtet transportiert werden. Der Kindersitz der Kindersitzgruppe 0/1 ist um 360 Grad rund um sich selbst drehbar und erlaubt damit ein rückwärtsgerichtetes Fahren bis zum Alter von 4 Jahren. Fotos: Hersteller

Das erwartet Sie in unserem Ratgeber:

Aktuelle Modelle der Maxi-Cosi-Mica-Familie

Maxi-Cosi hat die Mica-Baureihe mehrfach weiterentwickelt. Die Modelle unterscheiden sich insbesondere bei der Dreh- und Ausziehfunktion, dem Seitenaufprallschutz und der Komfortausstattung. Der ursprüngliche Mica sowie der Mica Up gehören nicht mehr zur aktuellen Generation.

  • Mica 360 Pro: aktuelles Komfortmodell mit 360-Grad-Drehung und ausziehbarer SlideTech-Basis
  • Mica 360 S Comfort: aktuelle Variante mit 360-Grad-Drehfunktion, jedoch ohne SlideTech-Auszug
  • Mica Pro Eco i-Size: Vorgänger mit 360-Grad-Drehung, G-CELL-Seitenaufprallschutz und Bezügen aus recycelten Materialien
  • Mica und Mica Up: ältere Modellgenerationen ohne SlideTech-Funktion

Vor dem Kauf ist die vollständige Modellbezeichnung wichtig. Zubehör, Neugeboreneneinsätze und Bezüge sind nicht automatisch mit allen Mica-Ausführungen kompatibel.

Maxi-Cosi Mica 360 Pro: Größe und Zulassung

Der Mica 360 Pro ist nach UN-Regelung Nr. 129 zugelassen. Er eignet sich für Kinder von 40 bis 105 cm und bis zum auf dem Zulassungslabel angegebenen Maximalgewicht. Das entspricht ungefähr dem Zeitraum von der Geburt bis zum Alter von vier Jahren.

Für Neugeborene gehört ein passender Einsatz zum Sitz. Er stützt den kleinen Körper und verbessert die Position im Kindersitz. Der Einsatz darf nur entsprechend den Herstellerangaben verwendet und entfernt werden. Zusätzliche universelle Polster oder Sitzverkleinerer sind nicht zulässig.

  • zugelassen nach UN-Regelung Nr. 129
  • für eine Körpergröße von 40 bis 105 cm
  • rückwärtsgerichtet von 40 bis 105 cm verwendbar
  • vorwärtsgerichtet frühestens ab 15 Monaten und 76 cm
  • integrierter Neugeboreneneinsatz
  • integrierte ISOFIX-Basis mit Stützfuß
  • 5-Punkt-Gurtsystem

SlideTech: Drehen und Herausziehen

Die wichtigste Neuerung gegenüber älteren Mica-Sitzen ist die SlideTech-Technologie. Die komplette Sitzeinheit kann zur geöffneten Fahrzeugtür gedreht und anschließend auf der Basis nach außen gezogen werden. Eltern müssen sich dadurch beim Hineinsetzen und Anschnallen weniger weit in das Fahrzeug beugen.

Das kann insbesondere bei niedrigen Fahrzeugen, engen Parklücken oder Rückenproblemen eine spürbare Erleichterung sein. Nach dem Anschnallen wird der Sitz wieder in das Fahrzeug geschoben und in der zugelassenen Fahrposition eingerastet. Kontrollanzeigen helfen dabei, die richtige Position zu überprüfen.

Die Ausziehfunktion benötigt vor der Rückbank zusätzlichen Bewegungsraum. Vor dem Kauf sollte deshalb ausprobiert werden, ob sich der Sitz im eigenen Fahrzeug vollständig drehen und herausziehen lässt. Auch eine breite B-Säule oder eine schmale Türöffnung kann die Bedienung beeinflussen.

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Rückwärtsgerichtetes Fahren

Der Mica 360 Pro kann über den gesamten Größenbereich bis 105 cm rückwärtsgerichtet verwendet werden. Bei einem Frontalaufprall verteilt die Sitzschale die entstehenden Kräfte großflächig über Rücken und Kopf. Der empfindliche Hals- und Nackenbereich eines kleinen Kindes wird dadurch weniger belastet als in einem vorwärtsgerichteten Sitz.

Der Wechsel in Fahrtrichtung ist frühestens erlaubt, wenn das Kind mindestens 15 Monate alt und 76 cm groß ist. Beide Bedingungen müssen erfüllt sein. Die Mindestgrenze ist jedoch keine Empfehlung zum sofortigen Drehen. Das Kind sollte möglichst bis zum Ende des zugelassenen Größen- oder Gewichtsbereichs rückwärtsgerichtet fahren.

Angewinkelte Beine oder Füße an der Fahrzeuglehne sind normalerweise kein Grund, den Sitz vorzeitig zu drehen. Entscheidend ist, ob Kopfstütze und Gurte noch richtig eingestellt werden können und die auf dem Zulassungslabel genannten Grenzen eingehalten werden.

Sicherheit und Seitenaufprallschutz

Der Mica 360 Pro kombiniert eine stabile Sitzschale mit dem G-CELL-Seitenaufprallschutz. Die Konstruktion soll bei einem seitlichen Unfall Energie aufnehmen und über die Struktur des Sitzes ableiten. Zusätzlich befinden sich AirProtect-Polster in der Kopfstütze.

Das Kind wird mit einem integrierten 5-Punkt-Gurt angeschnallt. Das Gurtsystem verteilt die Rückhaltekräfte auf Schultern, Becken und den Bereich zwischen den Beinen. Die Gurte müssen eng am Körper anliegen und dürfen nicht verdreht sein.

Dicke Winterjacken und Schneeanzüge gehören nicht zwischen Kind und Gurt. Durch die weiche Füllung entsteht zu viel Spiel, obwohl der Gurt scheinbar fest angezogen ist. Das Kind sollte ohne dicke Jacke angeschnallt und anschließend mit einer Decke oder der geöffneten Jacke über dem Gurtsystem warmgehalten werden.

ISOFIX-Basis und Stützfuß

Die Basis ist fest mit dem Mica 360 Pro verbunden. Eine zusätzliche Station muss nicht gekauft werden. Die Befestigung erfolgt ausschließlich über die ISOFIX-Verankerungspunkte und den Stützfuß. Eine Montage mit dem Dreipunktgurt des Fahrzeugs ist nicht vorgesehen.

  • ISOFIX-Arme vollständig mit dem Fahrzeug verbinden.
  • Den Kindersitz entsprechend der Anleitung an die Rückenlehne schieben.
  • Den Stützfuß bis zum Fahrzeugboden ausziehen.
  • Kontrollieren, ob sämtliche Anzeigen die richtige Montage bestätigen.
  • Vor der Fahrt prüfen, ob die Sitzschale korrekt eingerastet ist.

Bei Fahrzeugen mit Bodenstaufächern darf der Stützfuß nicht ohne ausdrückliche Freigabe auf dem Deckel stehen. Gegebenenfalls ist ein vom Fahrzeughersteller zugelassener Füllblock erforderlich. Die Fahrzeugtypenliste von Maxi-Cosi und die Bedienungsanleitung des Autos sind deshalb vor dem Kauf zu prüfen.

Sitz- und Ruhepositionen

Der Mica 360 Pro bietet fünf Positionen, die sich in rückwärts- und vorwärtsgerichteter Verwendung einstellen lassen. Für Neugeborene ist die am weitesten zurückgelehnte Position vorgesehen. Es handelt sich dennoch nicht um eine vollständig waagerechte Liegefläche wie bei einer Babywanne.

Die tatsächliche Haltung des Kindes hängt auch von der Neigung der Fahrzeugbank ab. In Autos mit stark ansteigender Rückbank kann die Position aufrechter ausfallen. Eine Einbauprobe mit dem eigenen Fahrzeug und möglichst auch mit dem Kind ist deshalb sinnvoll.

Komfort und Ausstattung

ClimaFlow-Belüftungselemente, atmungsaktive Stoffe und eine gepolsterte Sitzfläche sollen den Komfort auf längeren Fahrten verbessern. Die seitlichen Easy-in-Gurthalter halten die Schultergurte offen, während das Kind in den Sitz gesetzt wird. Kopfstütze und Gurtsystem lassen sich gemeinsam an das Wachstum anpassen.

Der Mica 360 Pro gehört aufgrund der integrierten Basis und der Ausziehmechanik zu den schweren Kindersitzen. Für einen häufigen Wechsel zwischen mehreren Fahrzeugen ist er daher weniger geeignet. Seine Stärke liegt in der dauerhaften Installation in einem Fahrzeug.

Ältere Maxi-Cosi-Mica-Modelle

Maxi-Cosi Mica und Maxi-Cosi Mica Up

Der ursprüngliche Maxi-Cosi Mica war ein drehbarer R129-Kindersitz für Kinder von 40 bis 105 cm. Er besaß eine integrierte ISOFIX-Basis, einen Stützfuß und einen Einsatz für Neugeborene. Der Mica Up war dagegen als Folgesitz für Kinder von 61 bis 105 cm vorgesehen.

Der Unterschied bestand somit nicht lediglich in etwas größeren Innenmaßen. Der zugelassene Größenbereich und die Verwendung ab der Geburt unterschieden sich. Ein separat gekaufter Einsatz erweitert die Zulassung eines Mica Up nicht automatisch auf Neugeborene. Maßgeblich bleiben immer das Zulassungslabel und die Bedienungsanleitung des jeweiligen Sitzes.

Maxi Cosi Mica 360 Grad drehbar

Maxi-Cosi Mica Pro Eco i-Size

Der Mica Pro Eco i-Size folgte auf den ursprünglichen Mica. Er ist für Kinder von 40 bis 105 cm vorgesehen und verfügt über eine 360-Grad-Drehfunktion, fünf Ruhepositionen, ClimaFlow und den weiterentwickelten G-CELL-Seitenaufprallschutz. Die Eco-Care-Bezüge bestehen nach Herstellerangaben aus recycelten Materialien.

Der Mica Pro Eco besitzt jedoch keine ausziehbare SlideTech-Basis. Wer den Sitz nur zur Fahrzeugtür drehen möchte, findet in diesem älteren Modell weiterhin ein komfortables System. Die zusätzliche Ausziehfunktion bietet erst der Mica 360 Pro.

Maxi-Cosi Mica oder AxissFix?

Der AxissFix gehört zu einer älteren Modellgeneration und ist nicht mehr Teil der aktuellen Maxi-Cosi-Kernpalette. Je nach Ausführung war er erst ab 61 cm verwendbar und konnte nur für einen Teil seiner Nutzungsdauer rückwärtsgerichtet eingesetzt werden.

Der Mica 360 Pro ist dagegen ab 40 cm zugelassen und kann bis 105 cm rückwärtsgerichtet verwendet werden. Zusätzlich besitzt er die ausziehbare SlideTech-Basis. Beim Neukauf ist der aktuelle Mica daher dem alten AxissFix vorzuziehen.

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Häufige Fragen zum Maxi-Cosi Mica

Welche Basis benötigt der Maxi-Cosi Mica?

Der Mica 360 Pro besitzt eine fest integrierte ISOFIX-Basis mit Stützfuß. Eine FamilyFix-Basis oder eine andere separate Station wird nicht benötigt und kann mit dem Sitz nicht kombiniert werden. Sitz und Basis lassen sich nicht voneinander trennen.

Kann der Mica ohne ISOFIX befestigt werden?

Nein. Der Mica 360 Pro wird ausschließlich mit den ISOFIX-Verankerungen und dem Stützfuß montiert. Er eignet sich daher nicht für Fahrzeuge oder Sitzplätze ohne freigegebene ISOFIX-Verankerung.

Wie werden die Gurte verlängert?

Zum Lockern des Gurtsystems wird die zentrale Verstelltaste betätigt und gleichzeitig gleichmäßig an beiden Schultergurten gezogen. Die genaue Bedienung kann sich zwischen den Mica-Generationen unterscheiden. Deshalb ist die zum jeweiligen Sitz gehörende Anleitung zu beachten.

Kopfstütze und Schultergurte müssen so eingestellt sein, dass die Gurte auf der vorgeschriebenen Höhe aus der Rückenlehne austreten. Zusatzclips oder nicht vom Hersteller freigegebene Gurtverlängerungen dürfen nicht verwendet werden.

Wie lässt sich der Maxi-Cosi Mica drehen?

Die Drehfunktion wird über den dafür vorgesehenen Griff an der Basis entriegelt. Anschließend lässt sich die Sitzschale zur Fahrzeugtür oder in die zugelassene Fahrposition drehen. Beim Mica 360 Pro kann die Schale zusätzlich auf der SlideTech-Basis nach außen gezogen werden.

Vor der Fahrt muss der Sitz vollständig zurückgeschoben und in rückwärts- oder vorwärtsgerichteter Position eingerastet sein. Eine seitlich zur Tür gedrehte Position ist nur zum Hineinsetzen und Herausnehmen des Kindes bestimmt.

Darf der Mica auf dem Beifahrersitz stehen?

Der Kindersitz darf nur auf einem vom Hersteller freigegebenen Sitzplatz mit geeigneten ISOFIX-Verankerungen und einer zulässigen Aufstellfläche für den Stützfuß verwendet werden. Bei einem rückwärtsgerichteten Kindersitz muss der Frontairbag zuverlässig deaktiviert sein. Die Rückbank ist in der Regel der geeignetere Platz.

Maxi-Cosi-Mica-Bezug waschen

Der Sitzbezug lässt sich abnehmen und entsprechend den Angaben auf dem Pflegeetikett reinigen. Gurte, Gurtschloss und energieabsorbierende Bauteile dürfen nicht in der Waschmaschine gewaschen oder mit aggressiven Reinigungsmitteln behandelt werden.

Ersatz- und Sommerbezüge müssen ausdrücklich für die genaue Mica-Ausführung vorgesehen sein. Bezüge des ursprünglichen Mica, des Mica Pro Eco und des Mica 360 Pro sind aufgrund der unterschiedlichen Konstruktionen nicht automatisch austauschbar.

Wann ist der Maxi-Cosi Mica zu klein?

Der Sitz muss gewechselt werden, sobald das Kind eine der in der Anleitung genannten Größen- oder Gewichtsgrenzen erreicht. Ebenso müssen Kopfstütze und Schultergurte noch korrekt eingestellt werden können. Dass die Beine angewinkelt sind oder die Füße die Rückenlehne berühren, bedeutet nicht automatisch, dass der rückwärtsgerichtete Sitz zu klein geworden ist.

Nach dem Mica folgt ein Kindersitz mit hoher Rückenlehne für größere Kinder. Der Wechsel ist erst möglich, wenn das Kind die Mindestgröße des Folgesitzes erreicht hat und während der gesamten Fahrt zuverlässig mit dem Dreipunktgurt sitzen kann.

Wer steckt hinter Maxi-Cosi?

Maxi-Cosi gehört zu Dorel Juvenile, das wiederum Teil der kanadischen Unternehmensgruppe Dorel Industries ist. Die Marke entwickelt Babyschalen, Kindersitze, Kinderwagen und weitere Produkte für Familien. Maxi-Cosi zählt zu den Herstellern, die früh Kindersitze nach UN-Regelung Nr. 129 auf den Markt gebracht haben.

Fazit zum Maxi-Cosi Mica 360 Pro

Der Mica 360 Pro verbindet eine lange rückwärtsgerichtete Nutzung mit einer 360-Grad-Drehung und einer ausziehbaren Basis. Dadurch eignet er sich besonders für Eltern, die Wert auf eine rückenschonende Bedienung legen und den Kindersitz dauerhaft in einem Fahrzeug installieren möchten.

Vor dem Kauf sollten die Platzverhältnisse, die Fahrzeugfreigabe und mögliche Bodenstaufächer geprüft werden. Wer keine Ausziehfunktion benötigt, kann auch eine einfachere Mica-Ausführung in Betracht ziehen. Der ursprüngliche Mica und der Mica Up sind dagegen ältere Modelle und sollten nicht mit dem aktuellen Mica 360 Pro gleichgesetzt werden.

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Manuela Jock

Manuela Jock

Produkttesterin
Manuela ist derzeit unsere jüngste Testerin. Sie ist 24 Jahre jung und studiert derzeit an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe Lehramt. Unsere Kindersitz-Tests begleitet sie neben dem Studium. In der Freizeit spielt sie aktiv in einer Musikgruppe mit. Aber auch Tennis und Skilaufen steht bei ihr hoch im Kurs.
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